Dosierung von Weihrauch – Gehalt von Boswelliasäuren

Guten Tag.

Als MS-Patient habe ich eine Frage:
Es gibt Weihrauch in Kapseln, mit bis zu 85% Boswellia-Säure. Man soll täglich eine Kapsel zu sich nehmen, was bei 400mg/Kapsel was etwa 340 mg Boswellia entspricht.

Ich würde viel lieber echten Weihrauch verwenden und z.B. als Weihrauchwasser nutzen.
Können sie mir sagen, welche Mengen welchen Typs ich in Wasser auflösen bzw. trinken müsste, um einen positiven Effekt zu verspüren?

Danke schon mal für die Antwort.

Gruß, M

 

Guten Tag M,

Zunächst muss ich Ihnen sagen, dass die Einnahme von Weihrauch, außer dem Serrata, in Deutschland nicht erlaubt ist und die Behandlung von MS in die Hände eines Arztes gehören.

Es gibt erste Studien, die vermuten lassen, dass Weihrauch ein sehr gutes Mittel ist, um MS Schübe signifikant zu verringern (eine Studie spricht von 80%), doch natürlich fehlt es im Moment noch an weiteren Studien an Patienten.

Ich verstehe Ihren Wunsch sehr gut, Weihrauch lieber direkt einzunehmen, denn auch ich empfinde diese Boswelliagehalt-Angaben sehr irreführend. Die Boswelliasäuren befinden sich im Harz, dieser macht aber nicht einen so hohen Anteil vom Weihrauch aus, es ist also unmöglich, dass ein Weihrauchpulver 85% Boswelliasäuren enthält. Man muss einfach sagen, dass Apothekeranalysen oft nicht seriös sind. Meistens werden einfach nur alle Säuren im Harz gemessen, diese könnten dann 85% gemeinsam ergeben und dann schreibt man einfach “85% Boswelliasäuren”, was natürlich nicht wahr ist.  Des Weiteren ist bis heute immer noch nicht genau klar, welche Boswelliasäuren denn überhaupt wirken. Klar, 1-3 Säuren hat man ganz gut erforscht, aber man ist noch weit davon entfernt wirklich genau zu verstehen, was im Weihrauch wie wirkt.

Ich selbst finde auch, dass die Natur keine Fehler macht. Die Pharmaindustrie (nein, ich möchte diese nicht verteufeln, denn es ist gut, dass es Medikamente gibt) kann ein Produkt nur auf den Markt bringen, wenn der wirkungsvolle Stoff irgendwie isoliert werden kann. Doch wozu? Wieso aus dem Apfel einen Stoff herausziehen, wenn doch alle Stoffe, ob primär oder sekundär, gemeinsam die Wirkung erzielen?

Beim Weihrauch ist das genauso.

Zu Ihrer Frage zur Dosierung: Im Internet gibt es allerlei Dosierungsempfehlungen, von 400mg bis 5 Gramm am Tag ist alles dabei.

Meine Familie, Freunde und ich machen uns, je nach Bedarf, eine Mischung mit 40% Sacra, 40% Carterii und 20% Serrata. Oder auch 40% Sacra, 30% Carterii, 20% Papyrifera und 10% Serrata. Im Papyrifera sind Incensole, die nach ersten Studien eine gute Wirkung für Depressionen haben könnten.

Ich gebe einen Teelöffel davon, gemörsert, in eine Tasse und gieße diese Tasse mit heißem, nicht mehr kochenden, Wasser über und lasse diese mindestens eine halbe Stunde ziehen. Dieser Tee ist sehr lecker und reicht mir und anderen von der Dosierung. Ich trinke die Tasse meist über den Tag verteilt.

Es gibt allerlei positiver Rückmeldungen zu genau dieser Dosierung, aber ich möchte mich nicht strafbar machen, deswegen schreibe ich keine Erfolgsberichte.

Bitte bedenken Sie: Sie nehmen Weihrauch auf eigene Verantwortung! Eine richtige Dosierung gibt es nicht und es kann auch sein, dass man Nebenwirkungen erfährt (Magenschmerzen), wobei diese sehr selten zu sein scheinen. Ich selbst habe noch nie von einer Nebenwirkung in meinem Freundeskreis gehört und hatte selbst auch noch keine Probleme.

Mehr kann ich nicht sagen

Liebe Grüße

Georg

2 Gedanken zu „Dosierung von Weihrauch – Gehalt von Boswelliasäuren

  1. Hallo!

    Weißt du, ob das Weihrauchharz hitzebeständig ist? Kann mir vorstellen, dass durch das heiße Wasser wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden.

    Was sagen Studien bzw. deine persönliche Beobachtungen was “besser” wirkt – ein Aufguss mit heißem Wasser oder doch der Kaltauszug über mehrere Stunden?

    Liebe Grüße!

    1. Hallo,
      weltweit trinken die Menschen Weihrauchtee, sowohl mit einem Kaltauszug, als auch mit heißem Wasser und beides bringt Ergebnisse. Es ist fast unmöglich genau zu bestimmen, wieviele Säuren noch im Wasser enthalten sind, diese Analysten sind sehr schwierig, da ja erst einmal der Stoff, also die Boswelliasäuren in extrahierter Form vorliegen muss, um dann im Produkt, also dem Wasser, danach zu suchen. Des weiteren sind die Analysen teuer.
      Das Beste ist immer: Selbst ausprobieren.

      Es gibt auch keine Studien, die sich mit der Hitzebeständigkeit des Harzes beschäftigt hat oder mir ist keine Studie bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass die Säuren in ihrem Muster sehr robust sind und so nicht so leicht zu zerstören sind, vor allem nicht mit heißem Wasser.
      Grundsätzlich gieße ich aber auch nie kochendes Wasser über Kräuter oder Harze, sondern erhitze das Wasser immer nur 60 Grad.

      Ich werde in den nächsten Wochen versuchen nähere Informationen zu erhalten und ein paar Experimente machen.

      Liebe Grüße und danke für deine Frage
      Georg

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