Boswellia Serrata – Weihrauch aus Indien

Weihrauch aus Indien – Der Medizinische

Shallaki oder auch Salai Guggal ist die Boswellia-Art aus Indien. Das Harz ist gelb bis orange und ist sehr ähnlich zu den afrikanischen Sorten von Boswellia Carterii , obwohl es in der Regel dunkler und undurchsichtiger ist. Einige Autoren weisen darauf hin, dass diese Art des Weihrauchs zu Zeiten des Alten Testaments bevorzugt wurde. Das Harz wurde ganz normal als Weihrauch in Indien verwendet und gemeinhin als Luban gehandelt.

In der letzten Zeit wurde der Weihrauch mit einer Benzoe- Art  der Styrax Spezies ersetzt, doch weiterhin auch als Luban gehandelt. Für genauere Information über die Handelsgeschichte müsste man weiter in Richtung Boswellia Serrata forschen. Shallaki bleibt ein wichtiger Weihrauch für religiöse Zwecke in ganz Indien.

Dieser Weihrauch schwelt in ähnlicher Weise wie andere Weihrauch-Sorten, hat in der Regel aber mehr Rauchbildung. Der indische Weihrauch brennt von außen schnell an, wenn man ihh unzerkleinert auf die Räucherkohle legt. Diesen Effekt nennt man Marshmallow-Effekt und viele Weihrauchliebhaber möge es auch, wenn das Harz von außen „ankokelt“. Ich empfehle aber beim Räuchern des indischen Weihrauch diesen zu zerkleinern. Der Duft von Shallaki ist kräftiger und Citruslastig, wenn man ihn mit den afrkanischen Sorten vergleicht, die ebenfalls als süß und zitronig im Duft bezeichnet werden. Dieser Weihrauch eignet sich für den Einsatz im Freien ausgezeichnet. Das Räuchern mit einem Weihrauchbrenner erzeugt ein kräftigeres und reineres Aroma.

Bekannt ist der indische Weihrauch vor allem, wegen seiner Nutzung in der ayurvedischen Medizin. Wurzelproben und verschiedene Zubereitungsarten der Pflanze haben Anti-Krebs-Eigenschaften ergeben. Den Extrakten werden Antidepressiva-Eigenschaften, sowie beruhigende und angstlösende Eigenschaften zugeschrieben. Shallaki wird weitläufig benutzt, um Gelenkschmerzen und Entzündungen zu reduzieren. Dies gilt im Besonderen für Osteoarthritis am Knie. Es hat sich gezeigt, dass der Harz als Analgetikum wirkt, er soll entzündungshemmend, harntreibend, beruhigend sein und bei Darmbeschwerden und Menstruationsbeschwerden wirken. im Ayurveda wird er auch bei der Behandlung von chronischen Lungenerkrankungen, Durchfall, Dysenterie, Lungenerkrankungen, Menorrhea, Dysmenorrhoe, Gonorrhö, Leberstörungen, Hämorrhoiden und Syphilis verwendet. Die Phytosterole, die im Harz enthalten sind, sollen das Cholesterin im Blut senken. Furunkel, Karbunkel, indolente Schwellungen, Flechte und Geschwüre können mit einer Paste aus Boswellia Serrata Gummi-Harz und Kokosöl oder Limettensaft behandelt werden. Boswellia Serrata wird auch im Produkt „Boswelox“ verwendet, seine „Anti-Falten-Wirkung“ ist jedoch noch nicht erwiesen.

Die meisten Teile der Pflanze können als Nahrungsquelle für Mensch und Tier eingesetzt werden. Verschiedene Bienenarten sind dafür bekannt, das Harz zu sammeln , vermutlich zum Bau ihrer Waben. Andere Verwendungen findet man für Boswellia Serrata Holz in der Herstellung von Möbeln und anderer kleiner Holzobjekte, von Papier und Schnüren und von Holzkohle.

Ein Hinweis noch zur Boswellia-Säure (H15), da so oft danach gefragt werde:

Mein Umgang mit Weihrauch beschränkt sich (außer Tee, Kosmetik) doch sehr auf das Räuchern. Dennoch werde ich oft gefragt, welcher Weihrauch den höchsten Gehalt an der gesundheitsfördernder Boswellia-Säure hat. Der indische Weihrauch, der hier vorgestellt wird, soll angeblich den höchsten Anteil der Boswellia-Säure haben. Meiner Meinung nach ist dies nicht so. Der indische Weihrauch wurde „nur“ durch seine lange Tadition im Ayurveda bisher am Meisten erforscht und untersucht. Er ist der einzige Weihrauch, der in Deutschland medizinisch zugelassen ist. Neuere Studien zeigen, dass der z.B. Boswellia Carterii und Boswellia Frereana sich in den gesundheitsfördernden Stoffen nicht verstecken müssen, sondern den indischen Weihrauch sogar überbieten. Eine abschließende Studie gibt es bisher aber noch nicht. Man darf auch nicht vergessen, dass die Möglichkeiten der Laboruntersuchung und somit der Nachweis der kleinsten Bestandteile eines Stoffes im Verhältnis zur Nutzung des Weihrauchs weltweit, sehr jung ist. Ich denke in den nächsten Jahren wird es weitere Forschungen und Ergebnisse geben.

 

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