Boswellia Sacra – Weihrauch aus Oman

Weihrauch aus Oman – “Der Besondere”

Der Boswellia Sacra aus dem Oman gilt als reinster und teuerster Weihrauch der Welt und hat unter den Weihrauchsorten einen hohen Stellenwert, daher werden wir diesen Weihrauch etwas ausführlicher behandeln. Wenn das Wort Oman-Weihrauch fällt, dann nicht ohne die besondere Region im Oman, in der er wächst: Dem Gebiet Dhofar.  Zwar gibt es vereinzelt auch andere Regionen im Oman, in denen der Weihrauchbaum wächst, aber niemals so zahlreich und in einer so guten Qualität wie im Dhofar. Das liegt vor allem an der Gebirgskette in Dhofar, in der es verschiedene Höhen und somit Niederschlagszonen gibt. Doch bevor wir uns mit diesen Zonen und seinen Qualitäten beschäftigen, kommen wir erst einmal zum Namen dieses Weihrauchs:

Der Oman Weihrauch wird sehr oft als „Al-Hojari“ Weihrauch bezeichnet, manchmal mit kleineren Abwandlungen, wie zum Beispiel „Al Hugari“ oder „Hujari“.  Auch wenn sich hierfür zahlreiche Erklärungen darbieten, ist es trotzdem nicht ganz sicher, wieso das so ist. Hinter der Gebirgskette Richtung Wüste gibt es eine Gegend,  die die Einheimischen Howjar nennen. Von dort stammt auch der größte Teil des grünlichen Al-Hojari Weihrauch.  Eine weitere mögliche Erklärung für den Namen ist die Ähnlichkeit des Wortes für Stein, „hojar“.

Was man über den Omanweihrauch und die Omanis aber ganz sicher sagen kann, ist dass Oman zweifelsohne, wie Somalia auch, als Weihrauchland bezeichnen werden kann.  Die Omanis selbst hören den Vergleich mit Somalia aber überhaupt nicht gerne, es gibt einen kleinen, auch politischen Weihrauchkrieg zwischen den Ländern und es ist offiziell verboten Weihrauch aus Somalia in den Oman zu importieren. Er gilt als unrein!  Somalia Weihrauch ist im Oman verpöhnt, was allerdings nicht verhindert, dass doch Somalia-Weihrauch im Oman „landet“. Was beide Länder verbindet, ist der jahrtausende alte Handel mit Weihrauch, wobei der Weihrauch aus dem Oman auch geschichtlich bevorzugt wurde und der Handel mit Weihrauch war im Oman stärker ausgeprägt, als in Somalia. Archäologische Spuren zeigen, dass viele Städte und Zentren im Zusammenhang mit diesem besonderen Weihrauch entstanden sind. Die älteste Handelsroute der Welt entstand durch den Handel mit diesem besonderen Weihrauch: „Die Weihrauchstraße“.  Von Oman aus fand der Weihrauch so seine Verbreitung in der gesamten Welt Da wundert es auch nicht, dass manche Geschichtsforscher behaupten, dass es dieser Hojari-Weihrauch war, den das Jesuskind als Gabe erhalten hat. Was den Oman-Weihrauch ebenfalls so besonders macht, sind die intensiven Färbungen, die der Baum abgibt.

 

Die Färbungen des Oman Weihrauchs

Zwar findet man bei fast allen Weihrauchsorten verschiedene Färbungen, das heißt selbst in einem Boswellia Papyrifera Weihrauch oder einem Boswellia Sarrata Weihrauch findet man ab und zu grünliche oder rötliche Färbungen, doch niemals so zahlreich und intensiv, wie beim Oman Weihrauch: Die Färbungen reichen von grünlich, weißlich bis hin zu honigfarben, rötlich und bräunlichen Weihrauch. Manchmal findet man sogar türkissen und rosafarbenen Weihrauch.

Die höchste, erhältliche Qualitätstufe des Weihrauch vom Al-Hojari ist der grünlich, transparent-schimmernde Royal-Al Hojari Weihrauch, dieser Weihrauch ist selten, da er nur 3-5% der gesamten Ernte ausmacht. Es gibt noch einen türkissen Oman Weihrauch, den ich aber sehr selten erhalte, da er im Land bleibt und je nach Jahr nur 0,5% der Ernte ausmacht.  Aber auch den anderen Qualitäten des Boswellia Sacra sollte man seine Aufmerksamkeit schenken und davon gibt es viele.  Der grünliche Oman Weihrauch wird als erste Qualität gehandelt, die zweite Qualität stellt der Superior Weihrauch dar, weißlich, teilweise mit Stichs ins gelbliche. Diese zweite Qualität hat auch den Namen Fusoos (= Perle, oft allgemein für Oman Weihrauch benutzt) oder auch Silber/Silver Weihrauch. Ich finde es aber falsch diesen Weihrauch als 2. Qualität zu bezeichnen.

Die dritte Qualität ist der Amber-farbene und auch rötliche Oman Weihrauch, oft Honig Weihrauch oder rötlicher Weihrauch genannt.

Die vierte Qualität stellt jener bräunliche, dunkle Weihrauch dar, den ich „Black Hojari“ nenne, der aber auch unter dem Namen Mughsayl (eine Küstenstadt) bekannt ist. Dieser braune, dunkle Oman Weihrauch ist sehr intensiv und reich an ätherischen Ölen und wird daher bevorzugt für die Destillation verwendet.

Wenn der Weihrauch getrocknet ist, wird in den Lagern auf den Steinboden geschüttet und die Sortierer oder Sortierinnen, beginnen die unterschiedlichen Färbungen in verschiedene Schüsseln oder Eimer zu werfen. Einige Händler in Oman sortieren aber nochmals die einzelnen Färbungen in verschiedene Größen.

Wieso der Oman Weihrauch diese verschiedenen Färbungen hat ist irgendwie immernoch ein Gehemnis, das selbst die Omanis nicht lösen können. Ich habe vor ein paar Jahren einige Zeit darin investiert, die Hintergründe der verschiedenen Färbungen herauszufinden. Wie kann es sein, dass der Weihrauchbaum Boswellia Sacra soviele unterschiedliche Farb-Facetten hervorbringt?  Manche Quellen sagen, dass die jüngeren Bäume mehr grünlich Weihrauch abgeben, andere, dass im Tal an den Nordhängen der Qara-Berge am meisten grünlicher Weihrauch zu ernten sei den  und zweifelsohne liegt es am Verhältnis der Sonne zum Regen. Während Weihrauchbäume, die mehr Wasser abbekommen eher bräunliches Harz abgeben, so bringen die Weihrauchbäume, die in dieser besonderen Lage mit kaum Regen und mit viel Sonne wachsen, mehr grünlichen Weihrauch, dies wäre die Hogar Region hinter der Gebirgskette Richtung Wüste.

Die Erntezeit des Oman Weihrauch ist vor und nach dem Khareef, der Monsun oder Herbstzeit. Man darf diese Monsunzeit aber nicht mit Indien vergleichen. In Indien läuft man entspannt in der Sonne eine Straße entlang und auf einmal prasseln ohne große Vorwarnung Tonnen an Wasser auf den Boden und verwandeln die Straße in kürzester Zeit in einen reißenden Fluss. Das habe ich selbst so erlebt. Im Oman ist das gänzlich anders, denn der Monsun kommt im Gebirge eher als feiner Nieselregen herunter. Die hohe Luftfeuchtigkeit und der feine Nieselregen steigen ins Gebirge, kondensieren an Pflanzen und verwandeln das trockene Dhofar in ein wahrlich tropisches Paradies. Übrigens ist der grünliche Hojari Weihrauch eher nach dem Khareef erhältlich, also ab September bis Dezember und zwar auch nur aus jenen Gebieten im Dhofar, die Wasser höchstens in Form von Tau oder feinem Nieselregen erhalten.

Nun, auch wenn klar ist, dass die Lage, der Regen und die Sonne die Färbungen des Weihrauchs bestimmt, fehlt nach wie vor eine wissenschaftliche Erklärung, wie die Färbung im Baum zustande kommt und selbst Forscher aus dem Oman konnten mir diese nicht geben. Welche Stoffe im Weihrauch sorgen für diese Färbungen? Man weiß es nicht.

Ich importiere aus dem Oman den grünlichen “Royal Hojari”, den weißlich-geblichen “Superior Hojari”, sowie den rötlichen und den braunen Omanweihrauch.
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Wenn du Fragen zu dem Weihrauch aus dem Oman hast, schreibe mir unter info@jeomra.de

Händler und Kundenanfragen sind Herzlich Willkommen!

 

Ein Gedanke zu „Boswellia Sacra – Weihrauch aus Oman

  1. Sehr geehrter Herr Huber,

    vor ein paar Wochen wurde bei mir ” beginnendes Asthma ” diagnostiziert ! Das auffälligste Merkmal ist die Schleimmenge, die meine Lunge und Bronchen produzieren. Z.Z. verwende ich DMSO und CDL als Trinklösung. Dazu inhaliere ich diverse Mittel: NaCl – Lösung ( 0,9 % ), Kamillenblüten-Tee, Kristallwasser von der Firma Nova Vitalis. BIS JETZT OHNE ERFOLG !!! Ich beabsichtige, das Weihrauchöl Boswellia sacra zu inhalieren. Da mein Vater Lungenarzt war, bin ich sowohl vorsichtig als auch experimentierfreudig : )))

    Was sagen Sie dazu !

    Für Ihre Hilfe im Voraus schönen Dank.

    Markus Ostrowski

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