Welcher Weihrauch ist am Besten für die Gesundheit?

Ihr Lieben,

ich hatte in den letzten Wochen wenig Zeit für den Blog und hoffe dies bald ändern zu können. Da ich mittlerweile mehrmals in der Woche die Frage per Email erhalte, welcher Weihrauch nun der „Gesündeste“ ist, hier eine Antwort auf eine Email:

Frage:
Hallo Herr Huber,

Ich bin Tierheilpraktikerin und setze den indischen Weihrauch schon jahrelang bei Arthrose und Schmerzen ein. Nun hörte ich von Studienergebnissen dass der afrik. Weihrauch deutlich bessere Ergebnisse erzielt und bin auf ihre Seite gestoßen. Bieten Sie nur das Harz an oder auch pulverisiert? Ich vermute ich kann das Harz nicht einfach in einer Mühle pulverisieren?

Wissen Sie welche Sorte den höchsten Anteil an Weihrauchsäure hat?

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

Herzliche Grüße,

Frau M

Hallo Frau M,

Ja, so ist es. Der Afrikanische Weihrauch Carterii und auch der omanische Weihrauch (Boswellia Sacra), sowie der Boswellia Papyrifera haben scheinbar  höhere entzündungshemmende Stoffe, als der indische Weihrauch. Das Problem ist nur, dass der indische Weihrauch der einzige Weihrauch ist, der in Deutschland eine „Zulassung“ hat.

Sowieso hängt Deutschland mit den Forschungen sehr hinterher. Weihrauch ist im Vergleich zu anderen Pflanzen sowieso recht unerforscht, das liegt auch daran, dass die Analysenmethoden sich erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten soweit entwickelt haben, dass man genaue Inhaltsstoffe benennen kann.

Da es im Moment (sehr zum Leidwesen des Baumes) einen ziemlichen Weihrauch-Boom gibt, wird es nicht mehr dauern und es wird verlässliche Studien geben.

Im Gegensatz zu anderen Autoren kann ich auch noch keine klare Empfehlung aussprechen, es ist einfach zu früh. Man hat zum Beispiel im letzten Jahr herausgefunden, dass es gar nicht nur die H15-Boswelliasäure ist, die so interessant ist, sondern auch andere Boswellia-Säuren für die z.B. entzündungshemmende Wirkung verantwortlich sind. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Studien kommen werden, die die Weihrauch-Welt nochmals etwas verändert.

Pauschal könnte man Folgendes sagen:

Die aktuelle Studienlage zeigt, dass der indische Weihrauch (Serrata), der afrikanische Weihrauch (Papyrifera und Carterii), sowie der omanische Weihrauch (Sacra), jene Sorten sind, die den höchsten Anteil an Boswelliasäuren im Allgemeinen und somit am gesundheitsförderndsten sind.

Aber:

Es gibt etliche Weihrauchsorten, viele sind in Deutschland kaum bekannt und viele sind nicht erforscht. Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass der Boswellia Dalzielli von der Insel Sokrota ebenfalls zu den Top-Weihrauchsorten gehören könnte, doch der Krieg im Yemen, der relativ niedrige Bestand, sowie die mangelnde Untersuchung sorgen dafür, dass wir das erst in ein paar Jahren herausfinden werden.

Mehr kann ich im Moment dazu nicht sagen.

Zu Ihrer Frage bezüglich meines Angebotes:

Ich verkaufe Weihrauch ausschließlich zum Räuchern, weise aber daraufhin, dass der Weihrauch, den ich importiere, immer die erste Qualität hat. Viele Kunden und auch ich kauen den Weihrauch dennoch, aber er ist eigentlich nicht zum Verzehr „erlaubt“, sondern eben nur zum Räuchern. Der Weihrauch, den Pharmaunternehmen anbieten, unterscheidet sich von meinem Weihrauch natürlich nicht, wenn dann eher dahingehend, dass ich eine bessere oder reinere Qualität importiere. Aber ich habe keine Zulassung zum Verkaufen von medizinischen Produkten.

Zur Pulverfrage:

Ja, Weihrauch zu Pulver zu verarbeiten ist gar nicht einfach. Eigentlich braucht es einen „Mixer“, der während des PulverisIerens auch kühlt, doch solche Geräte kosten mehrere hunderttausende Euro.

Ich verpulverisiere Weihrauch auch, für meine Räucherstäbchen. Das mache ich wie folgt:

Ich friere den Weihrauch ein ( wenn er einen hohen Gummi-Anteil hat, manche Sorten kann man auch direkt verpulverisieren). Durch die Tiefkühltruhe wird der Weihrauch fest und dann mixe ich ihn mit einem Industriemixer, der sich beim Mixen bewegen lässt. Eine elektrische Kaffeemühle mit Messer funktioniert aber auch!

 

Liebe Grüße

Georg

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.